Tuxfarm-Blog – Infos zu Linux & Kubuntu

Computer bewusst kaufen.

App des Monats: LM-Sensors

Die Temperaturen erreichen ja am letzten Tag im August derzeit kaum die 20-Grad-Marke. Trotzdem geht es in diesem Monat um ein Programm, das gerade bei sommerlichem Wetter ein praktisches kleines Werkzeug ist. Mainboards enthalten mehrere Temperaturfühler und übertragen auch die Umdrehungszahlen der Lüfter an den Computer. Temperaturen und Geschwindigkeiten lassen sich ablesen – vorausgesetzt man hat ein Programm, das dies kann.

In der Windows-Welt sind mehrere solcher Programme bekannt. Weniger bekannt ist, dass es ein solches Programm auch für Linux gibt: „LM-Sensors“ heißt das kleine Werkzeug. Dazu wird über die Paketverwaltung das Paket „lm-sensors“ installiert (das Paket ist bei Tuxfarm-Computern bereits installiert).

Nun muss das Programm noch eingerichtet werden. Dazu gibt man folgenden Befehl in eine Konsole ein (K-Menü > Programme > System > Terminal): „sudo sensors-detect“ (ohne Anführungsstriche). Nach Eingabe des Administratorpasswortes wird das Programm sensors-detect eingerichtet, was recht kompliziert aussieht, in Wahrheit aber sehr einfach ist. Insgesamt neun Fragen werden auf Englisch gestellt. Bei den ersten acht drückt man einfach die Eingabetaste, bei der letzten Frage „Do you want to add these lines automatically to /etc/modules? (yes/NO)“ schreibt man „yes“ (ohne Anführungsstriche) und drückt dann die Eingabetaste. Der Vorgang ist absolut sicher, man kann nichts kaputt machen.

Damit die benötigten Module geladen werden, kann man den Befehle „sudo service module-init-tools start“ in eine Konsole eingeben oder der Einfachheit halber den Computer neu starten. Die Abfrage der Werte erfolgt durch den schlichten Befehl „sensors“ (ohne Anführungsstriche) in einer Konsole. Erst dann wird es etwas komplizierter, da die Darstellung der Werte recht verkürzt ist und im Internet wenig Dokumentation verfügbar ist.

Hier ein paar Hinweise aus dem Internet, die ich zusammengetragen habe (ohne Anspruch auf Richtigkeit): Entweder findet man die Konfiguration seiner Hauptplatine auf der Website des Projektes, oder man schaut im BIOS unter einem Eintrag wie „PC Health Status“ oder ähnliches und liest dort die Werte für die Prozessortemperatur, die Spannung des Arbeitsspeichers oder die Lüfterdrehzahlen ab. Diese Werte vergleicht man dann mit den Werten von LM-Sensors, um herauszufinden, welcher Eintrag welchen Messpunkt betrifft.

Bei neueren Gigabyte-Mainboards mit integriertem Videochip ist beispielsweise wohl „temp1“ die Temperatur des Prozessors, „temp2“ die externe Temperatur auf der Platine, und „temp3“ ist der „Northbridge“ genannte Chip auf dem Mainboard in der Nähe des Prozessors. Das kommt auch insofern hin, als ich beobachtet habe, dass „temp2“ stets die niedrigste Temperatur ist. Bei einem System ohne eigenständige Grafikkarte dürfte dies stimmen.

Welche Werte sind aber „gut“? Das kommt auf das Lüftungssystem und die Beanspruchung an. Bei normalem Bürobetrieb und einem guten Lüfter sollten die Temperaturwerte um 40 bis 50 Grad herum sein. Werte über 60 oder gar 70 und mehr Grad weisen auf eine erhöhte Beanspruchung oder ein unzureichendes Lüftersystem hin. Kaputt gehen die Prozessoren dabei meist noch nicht. Aber je wärmer sie arbeiten, desto mehr Strom verbrauchen sie.

Wichtig sind natürlich auch die Lüfter (English: fan) für den normalen Benutzer. Dabei ist „fan1“ wohl meist der Lüfter des Prozessors. Die Abkürzung „RPM“ steht für „revolutions per minute“, zu deutsch „Umdrehungen pro Minute“. Meine Erfahrung ist, dass bei hochwertigen Lüftern bis ungefähr 1200 U/min es leise zugeht, bis zirka 1700 U/min wird der Lüfter schon mal hörbar. Ab 2000 U/min sind die meisten Lüfter schon gut hörbar.

Ein Tipp, falls der Lüfter plötzlich ungewohnt laut ist und die Drehzahlen tatsächlich ungewohnt hoch sind: Im Programm „Systemmonitor“ schauen, ob ein Programm wie „npviewer“ über 20% CPU beansprucht. Es handelt sich meist um offene Flash-Anwendungen in Browsern, die teilweise bis zu enormen 50 Prozent der Prozessorleistung beanspruchen. Dann einfach unnötige Browserfenster schließen. Schon kehrt Ruhe ein.

Die Spannungswerte des Prozessors in Volt überlasse ich den Spielern und Übertaktern. Diese Spannungssensoren sind auch als IN-Sensoren bekannt, deshalb die Angabe „in0“, „in1“, „in2“ und so weiter. Diese Werte werden für den einfachen Benutzer keine große Bedeutung haben; sie sind auch teilweise auslegungsbedürftig. Bei neueren Gigabyte-Platinen, wie von Tuxfarm für PCs genutzt, ist „in0“ wohl meist die Kernspannung (Vcore) und „in1“ die Spannung der Arbeitsspeicher.

Bei LM-Sensors steht (noch) nicht die einfache Bedienung im Vordergrund. Dieser Blogeintrag war recht technisch. Aber einfache Informationen wie die ungefähre Temperatur des Prozessors und des Mainboards oder die Drehzahlen des Lüfters lassen sich mit LM-Sensors einfach im laufenden Betrieb ermitteln.

App des Monats: K3b

Vermutlich brennen Menschen immer weniger CDs und DVDs, aber wenn man es doch mal tut, sollte das Ergebnis möglichst gut sein. Die App des Monats für Juli 2010 bringt richtig gute Ergebnisse, sie ist aber auch für Freunde komprimierter Audiodateien (MP3 und Ogg Vorbis) interessant. Die Rede ist von K3b, dem Brennprogramm, das im Rahmen des Projekts KDE entwickelt wird.

Ende Juni 2010 hat das Anwendungsprogramm K3b die Versionsnummer 2.0 erreicht. Das freut mich, herzlichen Glückwunsch! Praktisch sämtliche Funktionen sind nun für die aktuelle Grundlage KDE4 eingerichtet. Die Entwicklung des Programms wird vom 32-jährigen Freiburger Programmierer Sebastian Trüg geleitet. Ich finde es immer wieder schön, auch die Menschen hinter den Programmen kennenzulernen.

Trotzdem: zurück zu den bunten Klickflächen des Computeralltags: K3b ist ein Brennprogramm. Es brennt mittlerweile sämtliche optischen Medien, also CD, DVD und Blu-ray. Eine weitere tolle Funktion ist aber auch das Umwandeln von Audio-CDs und Video-DVDs in andere, meist komprimierte Formate (MP3 und Ogg Vorbis).

Die Benutzung ist einfach und übersichtlich. Wenn man das Programm öffnet, gibt es unten Schaltflächen für „Neues Daten-Projekt“, „Neue Audio-CD“ oder „Medium kopieren“. Nach Anklicken der Schaltfläche zieht man, wie bei anderen Brennprogrammen auch, die Daten für das Projekt vom Dateimanager in der oberen Fensterhälfte in den Projektbereich in der unteren Fensterhälfte. Weil Register aufgeklappt werden, kann man auch mehrere Projekte gleichzeitig offen haben (und sie auch am roten Quadrat mit weißen Kreuz einzeln auch wieder schließen).

01_Screenshot_K3b_Datenprojekt_22_07_2010

Nach einem Klick auf die Schaltfläche „Brennen“ links braucht man in der Regel nur das leere oder zu beschreibende Medium einlegen und die Voreinstellungen zu bestätigen. Bei mir klappt es immer. (Ich erinnere mich dagegen an „früher“, als häufig eine besonders unangenehme Audio-Fehlermeldung anzeigte, dass wieder irgendwas nicht gestimmt hat!).

Richtig klasse ist auch die Funktion „Audio-CD auslesen“, mit der man seinen MP3-Player bestückt oder sich seine CDs als Ogg-Vorbis-Dateien auf die Festplatte legt. Diese Funktion findet man unter „Extras > Audio-CD auslesen“. Am einfachsten bastelt man sich einen Knopf in die untere Fensterhälfte rein (ist bei Tuxfarm-Computern schon): Rechter Mausklick auf die Schaltfläche „Weitere Aktionen…“, dann „Knopf hinzufügen“ und dann „Audio-CD auslesen…“.

02_Screenshot_K3b_CDDB_27_07_2010

Nun die Original-CD ins Laufwerk. Den Knopf „Audio-CD auslesen…“ anklicken. Entweder die Informationen von „CD-Text“ (also die auf der CD gespeicherten Infos) oder die Infos aus der Internet-Datenbank „CDDB“ für auf dem Markt befindliche Audio-CDs verwenden. CDDB scheint mir einfacher zu sein. Jetzt im Aufklappmenü „Dateityp“ den Dateityp festlegen, also Wave, MP3, Flac oder Ogg Vorbis (Hinweis: das Paket „lame“ muss für MP3 auf dem Computer installiert sein, sonst taucht der Eintrag nicht im Menü auf). Den „Ziel-Ordner“ festlegen und auf „Auslesen starten“ klicken. Fertig.

Die einfache Bedienung und die Zuverlässigkeit von K3b macht das Programm mittlerweile aus meiner Sicht zu einer absoluten Referenz. Das ist Freie Software vom Besten.

Ein solides Office-Notebook, das einige Jahre hält, für etwas über 300 Euro? Ja, das gibt es. Wer bis 31. Juli 2010 das Linux-Notebook “Granit I” von Tuxfarm kauft, kann bei dem ursprünglichen Hersteller “HP Compaq” 50 Euro in bar als “Cashback”-Aktion überwiesen bekommen. Bei einem Kaufpreis von 379 Euro kostet das Gerät also effektiv 329 Euro.

Dazu muss man im Internet nur Name, Adresse, Seriennumer und Bankverbindung eingeben. Außerdem muss die Rechnung hochgeladen werden (die Tuxfarm-Rechnung gibt es per PDF, also kein Problem). Unser Gerät ist das “Compaq Notebook 615″. Auf einer Website von HP  kann man sich die Cashback-Aktion in der Praxis anschauen.

Das ursprüngliche Gerät wird mit einem Arbeitsspeicher von 1 GB ausgeliefert. Das ist für heutige Verhältnisse zu wenig. Im Preis von 379 Euro ist deshalb die Aufrüstung auf 3 GB enthalten. Im Gerät ist ein zusätzlicher 2-GB-Riegel von Kingston verbaut.

Ein Hinweis: Tuxfarm hat keinen Einfluss auf die Gestaltung der “Cashback-Aktion”; es besteht auch kein direktes Vertragsverhältnis zwischen der Tuxfarm UG und HP Compaq. Lesen Sie am besten die Compaq-Vertragsbedingungen der Aktion.

Hier geht es zum Linux-Notebook im neuen Tuxfarm-Shop.

App des Monats: Kaffeine

Das Schauen von Filmen, vor allem von Filmen auf DVD, kann schnell nervig werden. Man ist halb durch den Film, da stürzt aus irgendeinem Grund der Computer oder das Programm ab. Und dann will man durch den Film navigieren und ein bestimmtes Kapitel anwählen, aber wie? Eine Antwort lautet seit Mai 2010 auf jeden Fall: Kaffeine. Dieses Videoprogramm wird im Rahmen des KDE-Projektes entwickelt und hat im Mai 2010 die Version 1.0, also die erste vollstabile Version, erreicht. Herzlichen Glückwunsch, sagen wir! Auf Tuxfarm-Computern ist diese Version bereits aufgespielt.

Kaffeine Start-Register

Besonders die simple Bedienbarkeit ist toll: Einfach die DVD ins Laufwerk schieben und Kaffeine starten. Links sieht man nun vier vertikale Register: Start, Wiedergabe, Wiedergabeliste und Fernsehen. Im voreingestellten Register „Start“ klickt man auf die Schaltfläche „DVD abspielen“, und es geht sofort los. Mit der Leertaste wechselt man bequem zwischen Pause und Wiedergabe. Mit den Pfeiltasten rechts und links kann man 15 oder 60 Sekunden „vorspulen“ oder „zurückspulen“. Mit der Taste „Bild ab“ überspringt man die nervigen Trailer am Anfang. Mit „Wiedergabe“ > „Kapitel“ navigiert man durch die Kapitel. Durch Drücken der Taste „F“ wechselt man zwischen Vollbildansicht und normaler Ansicht hin und her.

Richtig toll finde ich, dass durch Drücken der Steuerungstaste und der Taste „J“ ein kleines Dialogfeld eingeblendet wird, in dem man unter „Zu Position gehen…“ die Spieldauer eintragen kann. Will man sich also eine bestimmte Szene in großen Zeitabständen immer mal wieder ansehen, notiert man sich einfach die Zeit. DVD einlegen, auf „DVD abspielen“ klicken. Mit „Bild ab“ die Trailer überspringen. Dann nach STRG + J die Zeit eingeben, und man ist Mitten drin in der Szene. Um sich einen Kaffee zu machen (passt ja zum Namen des Programms) oder aufs Klo zu gehen, einfach die Leertaste drücken. Beim Zurückkommen nochmal Leertaste drücken.

Ein paar Videos auf der Festplatte anschauen? Am besten noch viele kurze Videos hintereinander als ein langes, ununterbrochenes Video ansehen? Kein Problem. Einfach bei den vertikalen Registern auf „Wiedergabeliste“ klicken. Ein viergeteilter Bildschirm erscheint. Rechts oben ist die Wiedergabeliste (also Videos, die zum Anschauen vorgemerkt sind). Rechts unten sieht man, was abgespielt wird. Links unten ist der Dateimanager der Festplatte. Ein Klick in den Dateimanager, mit STRG + A alle Dateien markieren und sie mit der Maus ins rechte obere Fenster ziehen. Fertig ist die Wiedergabeliste. Nun einfach die Leertaste drücken, und es geht los. Mit „Entfernen“ entfernt man markierte Videos aus der Wiedergabeliste, mit „Löschen“ löscht man die ganze Liste. Und „Zufällig“: hmh, einfach ausprobieren.

Wiedergabeliste von Kaffeine

Für digitales Fernsehen soll Kaffeine auch hervorragend funktionieren. Einfach unter „Fernsehen“ > „Kanäle“ die Kanäle einrichten und im vertikalen Register „Fernsehen“ auf die Bilder zugreifen. Sogar Fernsehsendungen aufnehmen kann man mit Kaffeine. Ich konnte es mangels TV-Karte (und Fernsehanschluss) nicht ausprobieren. Kaffeine ist mittlerweile ausgereift, so dass ich davon ausgehen, dass auch dies funktioniert.

Es ist nicht so, als gäbe es diese Funktionen nicht auch bei anderen Videoanwendungen. Bei Kaffeine sind sie jedoch aus meiner Sicht besonders benutzerfreundlich – und mittlerweile eben auch ausgereift. Außerdem hat man die verschiedensten Nutzungarten (DVD, Videodateien, Fernsehen etc.) in einem Fenster. Mein Fazit: Bei Video ist Linux und Freie Software längst mit anderen Betriebssystemen und Programmen gleichgezogen. Dazu hat Kaffeine viel beigetragen.

Update 30. Juni: Gestern konnte ich terrestrisches Fernsehen mit einer TV-Karte per USB-Anschluss ausprobieren. Hat gut geklappt: Die Karte “AVerTV DVB-T Volar Black HD” wurde gleich erkannt. Ich musste nur noch den proprietären  Treiber mit “Programme > System > Hardware Drivers” installieren. Nach einem Neustart funktionierte die Einrichtung mit Kaffeine einfach und problemlos.

Tuxfarm startet neuen Shop

Wir glauben, dass Linux heute für alle Anwender geeignet ist. Und wir sind der Meinung, dass viele Menschen Computer und Peripheriegeräte wollen, die stromsparend, leise und hochwertig sind. Aus diesem Grund haben wir einen neuen Shop im Internet gestartet.

Unter der Adresse www.tuxfarm-linuxshop.de bieten wir nun eine ganze Palette an Notebooks und PCs mit vorinstalliertem Kubuntu-Linux an. Außerdem verkaufen wir linuxtaugliches Zubehör (z.B. Drucker, Router, Tastaturen). Und anders als bei manch anderem großen Computer-Hersteller sind auf unseren Computern immer nur die neuesten Linux-Versionen zu finden, vom Tag ihrer Veröffentlichung an. Beispielsweise nutzen Kunden ohne Probleme die neue superschnelle Technik USB 3.0, die Linux als allererstes Betriebssystem seit September 2009 unterstützt.

Startseite Tuxfarm-Shop

Unsere Arbeit ruht auf fünf Säulen:

  • Wir installieren Open-Source und Freie Software, die immer frei verfügbar ist und kostenlos mit wenigen Klicks aktualisiert werden kann.
  • Unsere Geräte sind hochqualitativ, haben eine lange Lebensdauer und arbeiten zuverlässig; sie schonen deshalb Ressourcen.
  • Wir verkaufen stromsparende, ökologisch sinnvolle und flüsterleise Geräte für Mensch und Umwelt („Green IT“). Unsere Geräte sind strahlungsarm (WLAN ist beispielsweise abschaltbar).
  • Soweit wie möglich, achten wir auf gute Herstellungsbedingungen (Herstellung möglichst in Europa oder USA und Japan).
  • Wir bieten eine faire Unterstützung der Benutzer nach dem Community-Modell (neben kommerziellem Support betreiben wir ein Wiki, in dem sich Benutzer kostenlos und gezielt informieren können; bei simplen Problemen helfen wir kostenlos per E-Mail).

Unsere Geräte sind alle auf ihre Verwendung mit Linux geprüft. Eine für einen Laien einfach verständliche Betriebsanleitung ist den Geräten beigefügt. Und bei Tuxfarm verkaufen wir mehr als nur Computer mit aufgespieltem Betriebssystem. Wir verkaufen fix und fertige Computer, mit denen man gleich loslegen kann: Internet-Browser, E-Mail-Programm, Textverarbeitung, Bildbearbeitung, Kreativsoftware, MP3-Player etc. etc. sind alle schon in höchster Qualität installiert.

Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch von unseren Produkten profitieren kann. Das Leben ist einfach schöner, wenn man Geräte hat die einfach funktionieren und mit denen man sich frei fühlt. Wir freuen uns auf Rückmeldungen und wünschen viel Spaß in der Welt der Freien Software.

Hier geht es zum Shop.

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  • App des Monats: Digikam

    In den kommenen Monaten möchte ich an dieser Stelle Anwendungen vorstellen, die mir besonders ausgereift und wichtig für den täglichen Gebrauch erscheinen.  “App” heißt “Anwendung”, und zurecht wird dieses Thema breit  diskutiert. Ein System (sei es ein besonders leistungsstarkes Mobiltelefon oder ein PC) ist letztlich nur so gut oder nützlich wie die darauf installierten Anwendungsprogramme.

    Den Anfang macht das Programm “Digikam” für die professionelle Fotoverwaltung. Das Programm war bis vor kurzem nur in einer noch nicht hundertprozentig stabilen Version vorhanden. Seit Kubuntu 10.04 ist Digikam nun in der Version 1.2 vorhanden und auf Tuxfarm-Computern standardmäßig installiert. Der Fortschritt ist enorm.

    Digikam dient dazu, Fotos von Kameras beipsielsweise per USB auf den Computer herunterzuladen. Dabei werden Bilder im Hochformat für die Ansicht auch auf Hochformat umgestellt (wenn man sie einfach vom Speichermedium “rüberkopiert” werden sie häufig auf der Seite liegend angezeigt). Mit Digikam lässt man sich auch zusätzliche Daten anzeigen (Aufnahmedatum, Verschlusszeit etc.) und kann diese Daten auch bearbeiten.

    Ich finde es klasse, dass dieses Projekt voll lebt. Ob man sich die Projekt-Homepage oder die auf dem Computer installierten Hilfeseiten (leider nur auf Englisch) ansieht, überall entsteht der Eindruck, dass dort Leute mit großer Begeisterung dabei sind.

    Nach dem ersten Aufruf des Programms, wird dieses zunächst eingerichtet. Ich habe alle Standardeinstellungen bestätigt, bis auf zwei. Ich habe ausgewählt, dass ich Metadaten in Dateien einfügen will (also “Daten über die Datei”). Hier kann man eigene Bildtitel und beispielsweise sich selbst als Fotograf eintragen. Das finde ich cool. Dass das Bearbeiten länger dauern soll: Ja, so viele Fotos überspiele  ich  selten, dass das ein Problem werden könnte.

    Metadaten personalisieren die Fotos

    Außerdem habe ich ausgewählt, dass ich “Kurzinfos” angezeigt haben möchte.

    Nachdem nun Digikam eingerichtet ist, habe ich es erstmal geschlossen und meine Kamera eingesteckt und eingeschaltet. Je nach Kamera kann es sein, dass beim Anschalten die Kamera direkt erkannt wird und die Bilder automatisch in Digikam aufgehen. Manchmal wird man die Kamera manuell zum Programm hinzufügen müssen. Keine Angst, das sind auch nur ein paar Klicks in Digikam (Importieren > Kameras > Kamera manuell hinzufügen).

    Meine Canon PowerShot A720 IS wurde automatisch erkannt, und die Bilder öffneten sich nach einem Klick im Geräte-Miniprogramm auf “Download Fotos with Digikam” direkt in einem separaten Fenster des Programms. Hier kann man einzelne Bilder auswählen und herunterladen. Ich habe für meine Schnappschüsse den bequemsten Weg gewählt: “Bild” > “Alle herunterladen/löschen”.

    Nun muss noch ein Album (schlicht “ein Ordner”) ausgewählt werden, in das die Bilder heruntergeladen werden. Tipp: für “Neues Album” muss erst ein Ordner angeklickt werden, in den dieses neue Album eingefügt wird. Nach “OK” werden die Bilder heruntergeladen und mit “Löschen” bestätigt man den Löschvorgang auf der Kamera. Die Bilder sind jetzt im ausgewählten Ordner und die Kamera ist wieder “leer”.

    Digikam hat noch viele, viele andere Funktionen, die man entdecken kann. Für’s erste aber mein Fazit: Ein wirklich solides Programm, das fortgeschrittene Möglichkeiten genau wie einfach Bedienung bietet und mit dem Fotos verwalten Freude macht.

    Update:

    Falls man Digikam nur zum Auslesen von Bildern auf die eigene Festplatte nutzen will, empfiehlt es sich bei den “Sammlungseinstellungen” eigene Einstellungen vorzunehmen, sonst durchsucht Digikam die ganze Festplatte nach Bildern. Unter “Einstellungen” > “digiKam einrichten…” im Register “Sammlungen” (ist meist voreingestellt) den unter “Speicherorte der Basisordner” eingetragenen Ordner durch Anklicken des roten Kreuzes löschen. Nun auf der eigenen Festplatte einen beispielsweise “Digitalkamera” genannten Ordner im Home-Ordner anlegen. Nun unter “Lokale Sammlungen” mit der Schaltfläche “Sammlung hinzufügen” den selbst erstellten Ordner “Digitalkamera” auswählen.

    Nun noch im selben Fenster unten “Speicherort der Datenbankdatei” ebenfalls den selbst erstellten Ordner “Digitalkamera” auswählen. Ansonsten liegen die zwei Dateien “digikam4.db” und “thumbnails-digikam.db” im Home-Ordner und sorgen eventuell für Verwirrung. Durch Anlegen eines eigenen Ordners und Auswählen des Ordners unter “Sammlungseinstellungen” konzentriert man das ganze Geschehen in diesem Ordner. Ist einfacher!

    Eine neue Version von Kubuntu-Linux, die Version 10.04 mit dem Spitznamen “Lucid Lynx” (klarer Luchs), ist gestern Abend am 29. April 2010 erschienen.  Computerbesitzer, die bereits Kubuntu nutzen, können ihr gesamtes System inklusiver aller Programme mit wenigen Klicks aktualisieren.

    Seit heute sollte dazu unten rechts in der Kontrollleite ein graues Zahnrad mit einem grünen, kreisförmigen Pfeil aufgetaucht sein. Die Aktualisierung der Kubuntu-Version wird mit “An upgrade to Kubuntu 10.04 LTS is available” angekündigt. Ein Klick auf dieses Piktogramm startet den Upgrade-Prozess. Vor Ausführung dieser Prozedur sollten allerdings sämtliche persönlichen Dateien auf einem separatem Medium gesichert werden.

    Upgrade-Start für Kubuntu 10.04

    Wir empfehlen noch einige Tage zu warten, bis die Server auch eventuell schneller geworden sind. Abonnenten des Tuxfarm-Newsletters erhalten heute oder in den nächsten Tagen eine genaue Anweisung mit Bildern, wie der Upgrade-Prozess funktioniert und was genau zu beachten ist.

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  • Abgelegt in: Kubuntu, System
  • Auch private Anwender erstellen immer häufiger komplex gestaltete Dokumente oder Vorlagen für Textdokumente, die sie in späteren Jahren immer wieder brauchen, die ihnen wichtig sind, in die viel Arbeit geflossen ist. Nutzer der Büroanwendung “Microsoft Office” (bzw. Microsoft Word) werden dies auch zunehmend in dem neuen Dateiformat des Programms tun: Dieses ab 2007 standardmäßig eingestellte Format mit der Endung “.docx” ist unter Experten auch für das ganze Office-Paket als “Office Open XML” (OOXML) bekannt.

    Und genau dieses Format scheint sich für den Nutzer immer stärker zu einem Roulettespiel zu entwickeln. Anwender können nicht mehr unbedingt davon ausgehen, dass sie ihre Dateien in Zukunft in einem Textverarbeitungsprogramm noch korrekt nutzen können. Zwar wurde vor ziemlich genau zwei Jahren dieses Format von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) normiert, es gibt also öffentliche Dokumente, die den Aufbau und die Grundlagen des Formats beschreiben.

    Aber im eher chaotischen Normierungsverfahren wurde eine “übergangsmäßige” und eine “genaue” Version des Formats festgelegt. Nur die genaue Version bietet die Gewähr, dass in späteren Jahren die eigenen Textdateien noch in Textverarbeitungsprogrammen korrekt bearbeitet und angeschaut werden können. Und die übergangsmäßige Version entspricht auch keiner Norm, denn nur die “strenge” Version ist eine ISO-Norm.

    Im März 2010 hat der Experte für Dateiformate Alex Brown, der damals an dem Standardisierungsverfahren teilgenommen hat, nun kritisiert, dass Microsoft in der aktuellen Version von Office 2010 immer noch nicht die ISO-Variante des Dokumentenformats implementiert hat, sondern die proprietäre “Übergangsversion”. Auch gehe die Arbeit an der Einführung des endgültigen Standards kaum voran. “Ohne eine Kurskorrektur wird das gesamte OOXML-Projekt ganz sicher scheitern”, schrieb Brown als Fazit in seinem Blog.

    Nun, was bedeutet das für den normalen Computernutzer? Am besten steigt man auf das tatsächlich genormte Format “Open Document Format” (ODF) um. Bei OpenOffice.org und sämtlichen Open-Source-Büroanwendungen ist dies bereits die Voreinstellung. Und deren Marktanteil bewegt sich ja beispielsweise in Deutschland Richtung 25 Prozent. Andererseits wird Microsoft Office 2010 auch eine Unterstützung für ODF bieten. Auch hier kann man für die Zukunft seine Daten kompatibel halten und dieses Format wählen. Wir empfehlen allerdings klar den Umstieg auf Programme, die auf standardisierte Dateiformate setzen. Auf Linux und Open Source kann man sich einfach verlassen, da ist die Zukunft sicher.

    In drei Wochen, am 29. April 2010, erscheint eine  neue Version von Kubuntu. Sie heißt “Lucid Lynx” (klarer Luchs) und trägt die Versions-Nummer 10.04 (gemäß dem System “Jahr. Monat”). “Lucid Lynx” wird von Kubuntu besonders lange, bis April 2013,  mit Fehlerbehebungen und Software-Updates unterstützt. Die neue Version trägt deshalb den Zusatz “LTS”, was für “Long Term Support” steht.

    Zu den Verbesserungen des Desktops KDE gehört eine noch einfachere Bedienbarkeit der Kontrollleiste. Vor allem Informationen über eingesteckte Geräte (z.B. USB-Sticks) oder laufende Prozesse (beispielsweise Download- oder Kopiervorgänge) sind nun übersichtlicher und umfangreicher gestaltet. Mehrere Fenster können nun außerdem auf dem Desktop in einem einzigen Fenster mit Unterfenstern angeordnet werden, wie man das von Webbrowsern kennt.

    Der beliebte Musikspieler “Amarok” wird in der neuen Version 2.3 im neuen Kubuntu dabei sein. Hier ist vor allem die Bedienung des Programms durch eine Verbesserung der Haupt-Werkzeugleiste vereinfacht worden. Auch die Dateiverwaltung wurde stark vereinfacht.

    Der Webbrowser “Firefox” ist in der neuen Kubuntu-Version für die Verwendung mit dem Desktop KDE optimiert worden. Die bessere Integration des Browsers mit dem Dateimanager von KDE sorgt dafür, dass nicht plötzlich ein für den Benutzer eher ungewohntes Arbeitsfenster auftaucht.

    Benutzer, die Kubuntu auf einem Notebook laufen haben, werden sich über ein kleines grafisches Modul zur Konfiguration des Touchpads freuen. Gerade im mobilen Einsatz kann der Cursor schon ein starkes Eigenleben führen. Das Konfigurationswerkzeug ermöglicht nun eine größere Kontrolle über das Touchpad, sei es durch einfaches Ein- und Ausschalten oder durch eine geringer eingestellte Sensibilität.

    Zu guter Letzt gibt es noch Neuigkeiten im Bereich “Netbook”: Die speziell auf die kleinen tragbaren Computer zugeschnittene “Kubuntu Netbook Edition” ist nun offiziell einsatzbereit und stabil. Deshalb plant Tuxfarm für den Mai auch den Verkaufsstart eines Netbooks mit Kubuntu.

    Wie man sieht, befassen sich die Entwickler von Kubuntu derzeit vor allem mit der Benutzerfreundlichkeit des Systems und stärken die Linux-Distribution als echte Alternative zu anderen Betriebssystemen.

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  • Abgelegt in: Kubuntu, System, kde
  • Kubuntu 10.04 brennt Blu-ray Disc

    Die neue Version Kubuntu 10.04, die in rund sieben Wochen erscheint, wird Blu-ray Discs (BD) brennen können. Das beliebte Brennprogramm K3b, das in seiner kommenden Version 2.0  BD brennt, ist seit 5. März 2010 praktisch fertig. Am vergangenen Freitag wurde der “Release Candidate” veröffentlicht, eine Vorabversion des endgültigen Programms. K3b ist eines der Anwendungsprogramme, die vom KDE-Projekt entwickelt werden.

    Damit können sich Linux-Benutzer auf eine Erweiterung ihrer Möglichkeiten freuen. Brenner mit Unterstützung für Blu-ray Disc sind zwar noch recht teuer und werden deshalb eher selten in Computern verbaut. Das Jahr 2010 wird aber häufig als das Jahr angesehen, in dem die BD ihren Durchbruch erlebt. Und externe Brenner zum Anschließen an den Computer über den USB-Anschluss sind, sicher auch dank der laufwerklosen Netbooks, immer verbreiteter.

    Gut, dass man mit Linux für Blu-ray Discs bereits gerüstet ist. Und das mit hochqualitativer Freier Software, die von einer  Community programmiert wird und nichts kostet.

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